Tauchen im Bergwerk

Schieferbergwerk Nuttlar im Sauerland
direkt am Ufer der Ruhr

Im Jahr 1878 begannen dort die Bergleute mit dem Vortrieb des ersten Stollens. Bis zu 200 Arbeiter waren zeitweise mit der Gewinnung und der Verarbeitung von Dach- und Plattenschiefer beschäftigt. In der über 100-jährigen Betriebszeit dieser Grube entstand so ein wirklich einmaliges und riesiges Bergwerks-Labyrinth mit kilometerlangen Gängen und riesigen Hallen auf fünf Ebenen und einer Ausdehnung von ca. 20 Kilometer. Schräge Stollen, Bremsberge genannt, verbinden die verschiedenen Sohlen und Förderstrecken untereinander.

Nach Stilllegung des Bergwerkes im Jahr 1985 wurde der Strom abgeschaltet und damit auch die Pumpen, die das ständig eindringende Wasser in die Ruhr förderten. Es dauerte dann mehr als sieben Jahre, bis der Wasserstand seine heutige Höhe erreichte. Von den insgesamt fünf Ebenen, bzw. Sohlen sind die unteren zwei auf einer Länge von ca. 12 km komplett geflutet: auf der Mittleren Förderstrecke erreicht man eine maximale Tauchtiefe von 14 Meter und auf der Unteren Förderstrecke werden bis zu 30 Meter Tiefe erreicht.

Ihr taucht dort durch lange Gänge gesäumt von kunstvoll gestapelten Bergemauern und durchquert Abbauten, die so groß sind, dass sie wie Kathedralen anmuten. Unter Wasser findet der Taucher alles noch so vor, wie es einst von den Bergleuten verlassen wurde. Diese Grube ist im Vergleich zu anderen Bergwerken echt riesig und der Taucher kann bei jedem Tauchgang neu explorieren. Eine der Strecken führt Euch durch schmale, teils sehr hohe Gänge, große Hallen und vorbei an einigen Loren auf ihrem Schienenstrang. Eine „Attraktion“ ist sicher auch der pressluftbetriebene Überkopflader sowie eine alte Pausenbude, in der noch immer die Jacken der Bergleute an der Wand hängen. Wir wollen hier gar nicht so viel erzählen…

Es geht nicht ganz ohne Regeln, da das Betauchen eines Bergwerkes so manche Gefahr mit sich bringen kann und kein Abenteuer dieser Welt es wert sein sollte, sein Leben zu riskieren, gibt es hier mehr Infos zum aktuellen Regelwerk, den aktuellen Eintrittspreisen und Öffnungszeiten und dem Anmeldeverfahren.